Historisches Zum Tanzball

Der Tanzball (ehemals BORRR-Tanzball) ist eine mittelalterlich angehauchte Fantasy-Tanzveranstaltung. Dieser findet seit 2006 in der Regel jährlich Anfang November im Schloss Burgau im nordrhein-westfälischen Düren statt. Ausnahmen davon waren nur die beiden Bälle in den Jahren 2009 und 2020, die leider ausfallen mussten, und unser Jubiläumsball 2016 in Wuppertal.

Der Tanzball wurde von 2006 bis 2008 von der LARP-Gruppe BORRR und wird seit 2010 vom Verein "Saltatio - Historisches Tanzen Aachen e.V." veranstaltet.

 

Der Tanzball erfreut sich stetiger Beliebtheit und ist (nach unseren Informationen) mit über 200 Teilnehmern der größte jährliche Tanzball in der LARP-Szene.

Bisherige Veranstaltungen

01| 29.10.2006, Veranstalter: BORRR
02| 27.06.2007, Veranstalter: BORRR
03| 22.11.2008, Veranstalter: BORRR, Freunde und Bekannte
04| 13.11.2010, Veranstalter: Saltatio
05| 12.11.2011, Veranstalter: Saltatio
06| 10.11.2012, Veranstalter: Saltatio
07| 09.11.2012, Veranstalter: Saltatio
08| 08.11.2014, Veranstalter: Saltatio
09| 07.11.2015, Veranstalter: Saltatio
10| 26.11.2016 Jubiläum zum 10. Tanzball, Veranstalter: Saltatio 

11| 11.11.2017, Veranstalter: Saltatio 

12| 10.11.2018, Veranstalter: Saltatio 

13| 15. & 16.11.2019, "Double Feature" mit einem historischen und einem phantastischen Ball, Veranstalter: Saltatio 

Historie

Die Idee entstand bei einem der vielen Tanztrainings in Köln (Rodenkirchen - Zarorier, Engonien). Die Ursprünge reichen sogar bis 2003 zurück - auf dem Ritterschlag "Knights to Remember" spielte Graf Sieghard von Zarorien nach etwa 45 Minuten Chappelloise am Stück die Indian Queen - welche anschließend noch mindestens weitere 45 Minuten getanzt wurde. Bis dato waren uns nur kleinere Veranstaltungen von weniger als 100 Personen bekannt, meist mit sehr starkem Reenactment-Einfluss und strengem Ablauf. 

Wir wollten ein berauschendes Fest mit mehr als 200 Personen, auf dem man mehrere Stunden lang bekannte Tänze tanzen, gut essen und trinken, sowie die Gelegenheit ergreifen kann, mit vielen Gleichgesinnten zusammen zukommen. Wir waren uns nicht sicher, ob sich 200 Personen für eine solche Veranstaltung finden würden - insbesondere die männlichen Teilnehmer bereiteten uns Sorgen. Also waren die Rahmenbedingungen recht schnell klar: Günstiger Eintritt, freier Alkohol und die Karten werden nur im Verhältnis 1:1 ausgegeben.

 

Glücklicherweise konnten wir mit dem Winkelsaal in Düren als Location und mit der großartigen Unterstützung vieler Beteiligten diese Veranstaltung 2006 erstmals angehen. Der Erste, damals noch "BORRR-Tanzball" genannt, wurde am 29.10.2006 mit 220 Teilnehmern vom "Bund Orientierungsloser Ritter, Rächer und Rabauken" veranstaltet. Die Belohnung war eine derartig positive Resonanz, dass schnell der Entschluss gefasst wurde, den Tanzball jährlich zu veranstalten.

Eckpfeiler

In vielen Dingen gestaltete der 1. Tanzball die Rahmenbedingungen für alle darauf folgenden Tanzbälle:

 

Überwiegend einfache Tänze auf der Tanzliste: Denn einfache Tänze entwickeln mit vielen Tanzpaaren eine besondere Dynamik. Beispielsweise eine Tourdion in vier gegenläufigen Kreisen, eine Chappeloise in zwei gegenläufigen Kreisen oder eine Allemande mit 70 Paaren lassen einen die altbekannten Tänze neu entdecken.

 

Keine Livemusik: Um den Aufwand zu minimieren und Pausen zu vermeiden haben wir uns dazu entschieden auf unseren Bällen auf Livemusik zu verzichten. Es lässt sich außerdem besser zu bekannter Musik tanzen.

 

Kostengünstig: Jeder Tanzball ist eine Null-Kalkulation, in der jeder Euro in das Buffet, Getränke, Dekoration, Miete und Technik investiert wird.

 

All Inclusive und nicht am Wein sparen: Es stellte sich schnell heraus, dass die zarorische Be-, Ver- und Entsorgung einen nicht unerheblichen Anteil zum Gelingen des Tanzballs beitrug.

 

Kein IT-Zwang - Kein Plot: Dies fördert die Leichtigkeit des Abends und ermöglicht ein zwangloses Zusammenspiel von Menschen, die mit unterschiedlichen IT- und OT-Motivationen zu diesem Tanzball kommen.

 

Einfache aber klare Strukturen im Ablauf: Tanztraining, Polonaise zum Einzug, Tanzkarten und Stifte für Tanzreservierung für den Herrn und die Dame, Ringe für die Herren, die sie Ihren Favoritinnen des Abends überreichen.

 

Über die Jahre sind weitere Programmpunkte hinzugekommen:

  • Chorauftritt oder Tanz-Theater
  • Der Traubentritt-Rekord
  • Fuchsjagd als Tanzspiel

Preisgestaltung und Anmeldungen

Der Preis stieg über die Jahre, um Dekoration, Technik und auch die Kostendeckung zu garantieren (was nicht immer funktioniert hat). Die Preisentwicklung spiegelt auch die Kostenentwicklung im Bereich Catering, Logistik und den Saalmieten wieder.

2006| gestaffelt 18€ keine Kostendeckung
2007| gestaffelt 20€, keine Kostendeckung
2008| gestaffelt 25€
ab 2010| 35 €, neue Mietkonditionen
ab 2014| 40€ zwecks Querfinanzierung des 10. Jubiläums
2016| 55€ für das 10. Jubiläum; zusätzliches Crowdfunding (ohne dieses betrüge der Preis 75€)
ab 2017| 45€, neue Mietkonditionen

Publikum

In den ersten Jahren kamen die Teilnehmer noch hauptsächlich aus der Region NRW und Rheinland-Pfalz. Seit 2010 kommen mehr und mehr überregionale Teilnehmer aus Bayern, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg sowie etwa 3% aus dem Ausland (Österreich, Irland, Spanien). Aufgrund des Platzangebots der Location können leider maximal 200 Teilnehmer eingeladen werden. Die Karten werden gegen Juni ausgeschrieben und sind meist in den ersten zwei Wochen nach Freischaltung der Anmeldung ausverkauft.

 

Gewandung

Der Dresscode ist mittelalterlich/Barock/Fantasy, betont festlich und orientiert sich an der Festkleidung zwischen 1200 und 1800. Das Niveau steigt sichtlich stetig an. Derzeit sieht man hauptsächlich selbstgestaltete, hochwertige Festgewandung und Frisuren.

Tanzmusik

Weiter Informationen zur den Tanzlisten aus den vergangenen Jahren findest du in dem Artikel Tanzliste.


Wir als Orga hoffen, dass wir den Tanzball auch in den folgenden Jahren für die Mittelaltertanz-Community in Deutschland anbieten können.